DIE Historie von Schröter.
Aufbruchstimmung
Die allgemeine Stimmungslage war in Deutschland gegen Ende der vierziger Jahre irgendwo zwischen Resignation und neu erwachter Zukunftshoffnung angesiedelt. In dieser Situation war die Tatkraft von Menschen gefragt, die entschlossen zupackten und bereit waren, Neues zu wagen. Ein Mann dieser Art war Erich Schröter.
Seit 1927 war er im pommerschen Prechlau Inhaber eines Unternehmens, das Landmaschinen herstellte. Da solche Fachkenntnisse im landwirtschaftlich geprägten Umland seiner neuen Heimat Borgholzhausen stark gefragt waren, gründete Erich Schröter 1949, mittlerweile 55 Jahre alt, einen Betrieb, der sich zunächst mit der Reparatur von Landmaschinen befasste. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von seinem Sohn Heinrich Schröter.
Von der Idee zur Patentlösung
Fast gleichzeitig begann die Firma mit dem Bau von Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen. Damit gewann das Unternehmen einen völlig neuen Kundenkreis, denn für diese Art von Installationen bestand vor allem bei der heimischen Fleisch- und Wurstwarenindustrie ein wachsender Bedarf.
Die Erfahrungen in dieser Branche gaben schließlich auch den Anstoß zur Entwicklung und Herstellung von Maschinen für die Nahrungsmittelindustrie.
Von jetzt an bestimmten Paternoster-Wenderauch-Anlagen, Pendelräuche und Kochanlagen zunehmend das Produktionsprogramm der Firma Schröter. Eine große Anzahl wird schon bald in die europäischen Nachbarländer geliefert. Zahlreiche Urkunden und Patentanmeldungen im In- und Ausland dokumentieren die Innovationsfreude des jungen Unternehmens.
Innovation überwindet Grenzen
1972 zieht sich Erich Schröter aus der Geschäftsleitung zurück. Seine Söhne Heinrich und Joachim, der seit 1953 im väterlichen Unternehmen mitarbeitet, führen den Familienbetrieb als geschäftsführende Gesellschafter weiter.
Die Erfolgskurve steigt stetig an. In den Folgejahren werden die Produktionskapazitäten am Standort Borgholzhausen erweitert. Mit dem Eintritt von Max Schröter, Sohn von Heinrich, ist 1974 erstmals die Generation der Enkel im Unternehmen präsent. Im gleichen Jahr geht die erste Lieferung von Rauch- und Kochanlagen nach Japan. Es folgt die zügige Erschließung der Märkte in Amerika, Australien und Neuseeland. Damit etabliert sich die Firma Schröter endgültig als weltweit tätiger Anlagenlieferant. Im Jahr 1982 verliert das Unternehmen mit dem Firmengründer Erich Schröter und seinem Sohn Heinrich die beiden Männer der ersten Stunde. Max Schröter wird Nachfolger seines Vaters.
Investition in die Zukunft
Mit dem Fall der Mauer 1989, der folgenden Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch der Ostblockstaaten bieten sich verstärkt Möglichkeiten, Nahrungsmittelbetriebe jenseits des ehemals eisernen Vorhangs zu beliefern. Schröter nutzt diese Chance konsequent.
1993 tritt Klaus Schröter, Sohn von Joachim, in das Unternehmen ein und ist seit 1999 geschäftsführender Gesellschafter.
Um den Qualitätsanspruch von Schröter zu untermauern, wird 1996 das Unternehmen nach ISO 9001 zertifiziert.
Im fünfzigsten Jahr des Bestehens der Firma werden erhebliche Investitionen in eine neue, vollautomatische Laserschneidanlage, Grundstückserweiterungen und den Neubau einer Produktions- und Lagerhalle getätigt. Das Unternehmen verfügt jetzt über 6.200 m² Produktionsfläche und beschäftigt 125 Mitarbeiter.
Im Zuge der fortschreitenden Internationalisierung wird im Jahr 2000 eine eigene Repräsentanz in Russland gegründet.
Neue Wege
Neue Wege in der Automation von Produktionsprozessen haben zur Entwicklung von automatisch fördernden Durchlauf-Koch-Kühlanlagen der Baureihen SEMIjet und CONTIjet geführt, die speziell für die Brühwurstindustrie gefertigt werden. Diese Anlagen zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Betriebssicherheit, einfache Handhabung und geringen personellen Aufwand aus. Zentrale Prozesskontroll- und Visualisierungssysteme sorgen für optimale Betriebsabläufe und Herstellungsprozesse.
Die Ausweitung dieses Geschäftsfeldes macht im Jahr 2002 den Bau einer neuen 11 Meter hohen Produktions- und Montagehalle erforderlich.
Seit 2002 ist mit Dietrich Schröter, Sohn von Max, die vierte Generation im Unternehmen tätig. Er ist seit 2008 geschäftsführender Gesellschafter. 2003 wird die AmTrade Systems in Livonia, Michigan (USA), gegründet, um das wachsende Geschäft in Amerika direkt vor Ort betreuen zu können.
Umbaumaßnahmen sind im Jahr 2006 für neu geschaffene Arbeitsplätze in Produktion, Service und Elektrotechnik erforderlich. Auf 8.000 m² Produktionsfläche sind mittlerweile 170 Mitarbeiter tätig.
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1949 Erich Schröter,
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1949 Heinrich Schröter,
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1953 Joachim Schröter,
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1974 Max Schröter,
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1993 Klaus Schröter,
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2002 Dietrich Schröter,
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